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Öl-/Wassertrenner


Öl-/Wassertrenner werden eingesetzt bei trennbaren, nicht emulgierten Kondensaten. Die im Kondensat enthaltenen, öligen Verunreinigungen dürfen nicht dauerhaft im Wasser gelöst (emulgiert) sein und müssen eine geringere Dichte als Wasser aufweisen.

Ob Kondensat trennbar ist und mit einem Öl-/Wassertrenner aufbereitet werden kann lässt sich durch einen einfachen Test feststellen - eine Kondensatprobe in einem Glas für 24 Stunden stehen lassen. Hat sich nach dieser Zeit das Öl deutlich erkennbar nach oben abgesetzt und die unteren Hälfte des Glases aufgeklart kann das Kondensat problemlos mit einem Öl-/Wassertrenner aufbereitet werden.

Nicht trennbare, emulgierte Kondensate erfordern eine spezielle Auslegung des Öl-/Wassertrenners oder den Einsatz von Emulsionstrennanlagen.

CSW
Maximaler Volumenstrom
108 – 6.000 m³/h
Anschluss
G ½
CSD
Maximaler Volumenstrom
150 – 9.600 m³/h
Anschluss
G ½ – G 1

Ausführungen für höhere Volumenströme auf Anfrage.


Schematischer Aufbau


Öl-/Wassertrenner reduzieren die Verschmutzungen im Kondensat auf definierte Grenzwerte. Sie bestehen aus einem Mehrkammersystem in dem stufenweise das Kondensat aufbereitet wird.

1 Entlüftungskammer mit Kondensatzulauf
Das Kondensat, ggf. noch mit einem geringen Restdruck, wird in die Entlüftungskammer eingeleitet und dort endgültig auf atmosphärisches Druckniveau gebracht. Abströmende Expansionsluft wird von einem Aktivkohlefilter von Gerüchen befreit.

2 Sedimentationsstufe mit Ölablauf
In der Sedimentationsstufe "ruht" das Kondensat. Schwere Verschmutzungen sinken nach unten ab, große Öltropfen schwimmen nach oben auf und bilden eine Ölschicht auf der Oberfläche. Die Ölschicht wird über den Ölablauf aus dem Öl-/Wassertrenner abgeleitet.

3 Ölspeicherfilter
Das Kondensat wird im Ölspeicherfilter von kleinen, nicht aufschwimmenden Öltropfen befreit. Der Speicherfilter besteht aus einem feinen Gestrick aus ölanziehendem Material (oleophil). Die kleinen Öltropfen haften an der Oberfläche und werden dadurch im Filter gespeichert.

4 Aktivkohlefilter mit Wasserablauf
Im Aktivkohlefilter werden gelöste Restmengen an Kohlenwasserstoffen aus dem Kondensat entfernt. Mit der Reinigung durch Aktivkohle ist die Kondensataufbereitung abgeschlossen. Das Endprodukt "einleitfähiges Wasser" wird über den Wasserablauf aus dem Öl-/Wassertrenner abgeleitet und kann nun in ein Abwassernetz oder Gewässer eingeleitet werden. Über ein Testventil kann eine Kondensatprobe aus dem Aktivkohlefilter entnommen und somit die Sättigung bzw. ein erforderlicher Wechsel der Aktivkohle ermittelt werden.

Öl-/Wassertrenner haben keinen Eigenenergiebedarf. Das Kondensat wird rein durch die unterschiedlichen Höhen der einzelnen Kammern durch den Öl-/Wassertrenner geleitet. Bei modernen Öl-/Wassertrennern sind die einzelnen Kammern in einer kompakten Einheit vereint.